Lipo Heizkoffer: Wann braucht man ihn?

von Johannes | Letzte Aktualisierung

Wir haben schon häufiger darüber berichtet, dass Lipos recht empfindlich gegen Überladungen und auch Beschädigungen sind. Für den Transport werden feuerfeste und explosionssichere Koffer oder Rucksäcke benötigt. Interessant sind in diesem Fall die sogenannte Lipo Heizkoffer. Bekanntermaßen sinkt die Kapazität von Akkus bei niedriger Außentemperatur. Einige stecken diesbezüglich ihre Lipos in die Hosentasche und erwärmen diese. Dadurch lassen sich noch einige Flugminuten aus einem solchen Akku herausbekommen. Grund hierfür ist die Abhängigkeit des Innenwiderstandes des Lipos und der Außentemperatur. Wenn die Außentemperatur sinkt, steigt der Innenwiderstand und der Akku verliert schneller an Leistung. Dieses Phänomen ist auch bei Autobatterien bemerkbar. Im Winter machen Autobatterien am häufigsten schlapp.

Aus diesem Grund werden im Handel Lipo Heizkoffer* angeboten. Wenn der Innenwiderstand sinkt, steigt gleichzeitig die Akkuleistung. Optimal ist eine Temperatur von 60 Grad Celsius. Wenn dein Lipo auf diese Temperatur aufgeheizt wird, erreicht er die beste Leistung. Zu beachten ist, dass ein vorgewärmter Akkus sich im laufenden Betrieb weiter erhitzt. Lipo-Zelle sollten nach dem Laden nur kurz in einem Thermo-Koffer transportiert werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, lässt sich die Temperatur bei Lipo Heizkoffern auch einstellen. Für den Transport werden Temperaturen von 35 bis 40 Grad Celsius empfohlen. Ein zu langes Vorwärmen kann zu einer vorzeitigen Alterung der Zellen führen.

Ein Lipo Koffer macht daher nur in der kalten Jahreszeit Sinn. Länger als eine Stunde sollte ein Lipo in einem solchen Koffer jedoch nicht aufgeheizt werden. Ebenso darf nicht unerwähnt bleiben, dass professionelle Heizkoffer um die 300 Euro kosten können.

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