FPV Kamera für Drohnen

Die Abkürzung FPV steht für First Person View. Insbesondere für den Drohnenflug stellt FPV eine spannende Lösung dar. Die ermittelten Bilddaten werden online als auch in Echtzeit übermittelt. Eine FPV Kamera wird direkt unter deinen Quadrocopter montiert. Hierfür eignen sich die aktuellen GoPro-Modelle besonders gut. FPV-Kameras übertragen die Bilder über ein Live-Out-Kabel an einen Sender. Dabei wird ein anderes GHz-Band genutzt, sodass der Flugbetrieb hierdurch nicht gestört wird.

Die Bilddaten werden entweder auf einen an der Fernbedienung angeschlossenen Monitor übertragen oder direkt an eine FPV-Brille gesendet. Wenden wir uns wieder der Kamera zu. Eine FPV Kamera ist häufig mit der Abkürzung TVL und einer Zahlenangabe versehen. TVL steht für Television Lines und beschreibt die einzelnen TV-Linien der Kamera. Dies bedeutet, dass FPV Kameras sich wie alte Röhrenmonitore verhalten.

Je größer der TVL-Wert ist, umso mehr Bildinformationen lassen sich von der Kamera auf den Monitor oder die Brille übertragen. Eine Kamera mit TVL 600 kann beispielsweise 300 Schwarz- und 300 Weißlinien wiedergeben. Die bekannten Werte sind TVL 380, 480, 600, 700, 800 und 1.200. Eine gute Bildauflösung weist der Wert TVL 800 auf. Diese ist vergleichbar mit einer Bildauflösung von 1.280 x 720 Pixel. Die Kameras setzen hierbei auf einen schnellen CCD-Sensor, da hiermit das beste Fluggefühl vermittelt werden kann. CMOS-Sensoren sind etwas langsamer und eignen sich für eine Livebild-Übertragung nicht so gut.

Ebenfalls unterscheiden sich FPV-Kameras nach dem PAL- und NTSC-Standard. PAL ist in den meisten europäischen Ländern und in Asien vertreten. NTSC findest du in Nordamerika, Südkorea und Japan. PAL zeichnet sich dabei durch eine größere Bildauflösung aus. NTSC weist dagegen eine höhere Bildrate auf. In aller Regel wird im FPV-Flug am häufigsten die PAL-Variante verwendet.

Auf eine rein digitale Bildübertragung verzichten versierte Drohnen-Piloten. Grund hierfür ist die Latenzzeit von wenigen Sekunden, die zu einer Verzögerung der Bilddarstellung führen. Copter-Piloten nutzen daher lieber die analoge Bildübertragung per PAL-Technologie, da diese die Bilddaten ohne Verzögerung darstellt. Gerade bei Racing-Drohnen kommt es auf schnelle Reaktionen an, die nur mithilfe dieser analogen Technik möglich ist.

FPV Kameras lassen sich als einzelne Bauteile auch nachträglich an eine Drohne montieren. Diese TVL-Kameras besitzen nur drei Anschlusskabel. Ein rotes Kabel dient der Stromversorgung. Diese liegt zwischen 5 und 17 Volt. Dank der geringen Voltstärke können die Kameras bequem mit einem Lipo betrieben werden. Ein schwarzes Kabel dient dem Masse-Anschluss. Lediglich ein gelbes Kabel übermittelt das eigentliche Videosignal.

Beim Kauf solltest du auch auf das mögliche Sichtfeld bzw. den Öffnungswinkel achten. Aber auch das Gewicht und die Sensor-Bauweise spielen eine wichtige Rolle. Wie zuvor erwähnt, werden vornehmlich CCD-Sensoren bevorzugt. Diese erzeugen nur ein geringes Bildrauschen und liefern eine gute Bildqualität. Für die meisten Drohnen gibt es als Zubehör passende Kamera-Halterungen. In Verbindung mit einer Gimbal-Halterung kannst du auch störende Bewegungen beim Filmen ausgleichen.


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