Wasserdichte Drohne mit Kamera: Wasserfeste Empfehlungen

von Johannes | Letzte Aktualisierung

Wenn es um Drohnen geht, werden üblicherweise die funktionellen Quadrocopter mit hochauflösender Kamera verstanden. Diese ferngesteuerten Flugmodelle eignen sich für eindrucksvolle Foto- und Videoaufnahmen bis hin für Drohnenrennen über unwegsames Gelände. Vielen ist vielleicht nicht bekannt, dass es auch wassergeschützte Drohnen gibt. Diese sind nicht nur auf dem Land, sondern auch in wasserreichen Gebieten einsetzbar. In diesem Ratgeber möchte ich dir die Besonderheiten und Vorzüge etwas näher vorstellen, welche eine wasserdichte Drohne mit Kamera besitzt.

Was Du in diesem Artikel erfährst?

  • Wofür eine wassergeschützte Drohne eingesetzt werden kann
  • Was der Unterschied zwischen wasserdicht und spritzwassergeschützt ist
  • Wie du eine Drohne wasserdicht machen kannst
  • Ob Drohnen auch bei Regen fliegen können

Gibt es wasserdichte Drohnen?

Zuletzt aktualisiert am 27. September 2022 um 14:10 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
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Wofür braucht man eine wasserdichte Drohne?

Viele stellen sich vielleicht die Frage, wofür man eigentlich eine wassergeschützte Drohne mit Kamera benötigt. Die meisten Drohnen werden eher auf trockenem Gelände geflogen und gelandet. Jedoch gibt es zahlreiche Einsatzzwecke, bei denen sich ein wasserdichtes Modell lohnen kann. Ein wasserdichter Quadrocopter eignet sich beispielsweise sehr gut, um auf Gewässern tolle Aufnahmen zu machen. Hier musst du keine Angst haben, wenn die Drohne ins Wasser stürzt. Dabei kannst du eine solche Drohne problemlos auch von einem Schiff aus starten. Die Leistungsfähigkeit ist hier schon erstaunlich, da die Elektronik vollständig gekapselt ist und somit nicht nass werden kann.

Mit einer solchen Drohne kannst du auch beim Wassersport tolle Fotografien oder Filme herstellen. Vielleicht möchtest du dich beim Surfen, Segeln, Rudern oder Schwimmen von oben filmen lassen. Wasserspritzer können diesen Drohnen nichts anhaben. Andere können einen wasserdichten Quadrocopter mit Kamera auch zum Angeln einsetzen. Je nach Einsatzzweck kannst du beim Angeln damit sogar Fischköder auslegen. Einer der größten Vorteile dieser wasserdichten RC-Modelle ist, dass diese bei Berührung mit Wasser nicht beschädigt werden oder gar versinken. Daher sind die meisten Modelle mit einem schwimmfähigen Chassis ausgestattet.


Wasserdichte Drohne oder nur spritzwassergeschützt?

Das Angebot an wasserdichten Drohnen ist recht dünn. Nicht immer kannst du sofort erkennen, ob eine solche Drohne wirklich wasserfest ist. Natürlich kannst du mutig sein und deine Drohne im Wasser landen lassen. Wenn diese abtaucht und sich später nicht mehr starten lässt, dann ist das teure Fluggerät zwar verloren, jedoch weist du dann auch, dass es nicht wasserdicht war. Besser ist es, wenn du dich vorher eingehend informierst. Achte daher unbedingt auf die Herstellerangaben, auch wenn diese nicht immer eindeutig sind. Ein wichtiges Kriterium, welches auf eine absolute Wasserdichtheit hinweist, ist die Schutzklasse. Hierbei handelt es sich um den internationalen Protection Code, kurz IP-Schutzklasse.

Viele elektrische Geräte müssen mit einer IP-Schutzklasse versehen sein. Diese bezeichnet den Schutzgrad gegenüber Wasser und Fremdkörper in Bezug auf Gehäuseabdeckungen. Es handelt sich dabei üblicherweise um einen zweistelligen Code. Die 1. Ziffer zeigt dir den Schutz gegen Fremdkörper und Berührung an. Die 2. Ziffer zeigt dir dagegen den möglichen Schutz gegen Wasser an. Hierzu dient folgende Aufteilung:

wasserdichte drohne mit kamera

1. Ziffer

  • 0 – ungeschützt
  • 1 – geschützt gegen bis zu 50 mm große Festkörper oder Berührung mit dem Handrücken
  • 2 – geschützt gegen bis zu 12 mm große Festkörper und Berührung mit dem Finger
  • 3 – geschützt gegen 2,5 mm große Festkörper und Berührung mit Werkzeug
  • 4 – geschützt gegen bis zu 1 mm große Festkörper und Berührung mit Draht
  • 5 – geschützt gegen Staub und Berührung
  • 6 – dicht gegen Staub und geschützt gegen Berührung

2. Ziffer

  • 0 – kein Schutz vor Wasser
  • 1 – geschützt gegen senkrecht fallendes Tropfwasser
  • 2 – geschützt gegen schräg fallendes Tropfwasser, wobei Gehäuse bis maximal 15 Grad geneigt ist
  • 3 – geschützt gegen Sprühwasser, wobei das Gehäuse bis 60 Grad geneigt sein kann
  • 4 – geschützt gegen Spritzwasser aus allen Richtungen
  • 5 – geschützt gegen Strahlwasser aus jeder Richtung
  • 6 – geschützt gegen schweres Strahlwasser und vor dem Eindringen von Wasser bei einer kurzzeitigen Überflutung
  • 7 – geschützt vor Wasser bei zeitlich begrenztem Eintauchen
  • 8 – wasserdicht

Wenn ein Gegenstand oder ein technisches Gerät nur auf Wasserdichtigkeit überprüft werden soll, reicht zur Angabe die 2. Ziffer aus. In diesem Fall ist von einem IPX-Code die Rede. Eine wasserfeste, sprich dichte Drohne sollte daher der IPX-Klasse 8 angehören. Ist die Drohne dagegen nur spritzwassergeschützt, dann kommt die IPX-Klasse 4 in Betracht. Experten haben Drohnen in vier wichtige Klassen eingeteilt, die sich wie folgt unterteilen:

  • Schutzklasse IPX 0: deine Drohne ist nicht wasserdicht
  • Schutzklasse IPX 1 bis 3: deine Drohne ist gegen schwachen Regen geschützt
  • Schutzklasse IPX 4 bis 6: deine Drohne ist sehr gut gegen Spritz- und Strahlwasser geschützt
  • Schutzklasse IPX 8: es besteht sogenannter U-Boot-Schutz, also vollständige Wasserdichtheit

Schließlich solltest du aber auch darauf achten, ob deine Drohne meerwassertauglich ist. Das Problem kennen viele RC-Kapitäne. Die meisten RC-Schiffe und RC-Boote sind ausschließlich für Süßwasser konzipiert. Salz- oder Meerwasser ist dagegen wegen des Salzgehaltes sehr aggressiv. Salzwasser kann Dichtungen porös machen und auch beim Eindringen die Elektronik zerstören. Selbst wenn du eine wasserdichte RC-Drohne besitzt, solltest du daher diese vornehmlich über Süßwasser-Seen oder Flüssen fliegen lassen.


Drohne wasserdicht machen

Vielleicht möchtest du mit deiner Drohne auch bei Regenwetter oder Schnee fliegen. Leider liegt die Elektronik bei vielen Modellen offen oder die Gehäuseabdeckung ist nicht regenfest. Bei einem Flug oder Absturz in feuchter Umgebung kann es dann zu einem Kurzschluss kommen. Es gibt dennoch eine Möglichkeit, ein wenig Schutz zu bekommen. Im Handel wird mittlerweile ein silikonbasierter Schutzlack* angeboten. Leider musst du hierbei deine Drohne vollständig zerlegen und alle elektronischen Komponenten mit dem Schutzlack einstreichen. Achte jedoch darauf, dass du hierbei die Steckverbindungen aussparst, da diese natürlich funktionstüchtig bleiben sollen. Lassen Sie die eingestrichenen Komponenten ausreichend lange trocknen.

Auch die Kamera der Drohne musst du auseinandernehmen und mit dem Schutzlack bestreichen. Natürlich darf der Sensor nicht mit dem Lack bestrichen werden. Bei einigen Platinen musst du zuerst die Vorderseite und dann die Rückseite mit dem Lack versehen. Achte immer auf die Trocknungszeiten. Die Steckverbindungen solltest du erst zusammenstecken und dann in einen transparenten Schrumpfschlauch* stecken. Anschließend lässt sich die Steckverbindung mit einem Heißluftföhn einschrumpfen. Auf diese Weise erreichst du eine gute Möglichkeit, um deine Drohne regenfest zu machen.

Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google.

Können Drohnen bei Regen fliegen?

Es gibt einige Drohnen, die wasserdicht ausgeführt sind. Diese Modelle können sowohl bei Regen fliegen, als auch auf dem Wasser landen. Beispielsweise lässt sich die Power Egg-X* mit zwei Hartschaum-Kufen ausstatten, sodass diese wie ein Wasserflugzeug auf der Wasseroberfläche landen kann. Bei dieser Drohne kannst du über die Smartphone-App einstellen, ob du bei Regen fliegen möchtest oder bei schönem Wetter. Dabei kommt es zu einer Leistungssteigerung der Drohne, da diese ja mit ihren Rotoren dem Wasserdruck standhalten muss. Ebenso muss die Drohne ja auch zuverlässig in der Luft bleiben. Bei Regen wird dann verständlicherweise mehr Leistung benötigt, sodass die Akkulaufleistung etwas nachlässt. Auch andere Drohnen, wie zum Beispiel die Modelle von SwellPro* sind wasserdicht und auch schwimmfähig.

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Häufige Fragen & Antworten

Welche DJI Drohne ist wasserdicht?

Leider sind die bekannten DJI Drohnen für den Consumer-Bereich nicht wasserdicht und auch nicht schwimmfähig. Du musst hier also aufpassen, dass du keine Wasserlandung hinlegst. Ebenso solltest du den Flugbetrieb einstellen, wenn Regen einsetzt.

Können Drohnen schwimmen?

Einige wenige Drohnenmodelle, wie zum Beispiel die PowerEgg-X* oder die SwellPro* können auch schwimmen. Dies bedeutet, dass du die Drohne auch im Wasser landen kannst. Die Elektronik ist vollständig unter einem wasserdichten Gehäuse gekapselt und kann daher keinen Schaden nehmen. Ebenso verfügen diese Drohnen über integrierte Auftriebskörper oder lassen sich mit Hartschaum-Kufen versehen.

Kann eine Drohne bei Schneefall fliegen?

Einige Drohnen können auch in der kalten Jahreszeit bei Schneefall fliegen [1]. Hier solltest du aber wieder auf eine hohe Wasserfestigkeit achten. Geschmolzene Schneeflocken können in der Elektronik für Kurzschlüsse sorgen. Beachte zudem, dass die niedrigen Temperaturen den LiPos zusetzt. Die chemischen Reaktionen dieser Akkus verlangsamt sich bei Kälte. Daher ist auch mit einer geringeren Flugzeit zu rechnen.

Fazit zu Wasserdichten Drohnen

Wassergeschützte Drohnen gibt es im Handel nur wenige. Diese Fluggeräte sollen im Grunde bei schönem Wetter tolle Luftbildaufnahmen machen. In einigen Fällen ist es jedoch ratsam, auf ein wasserfestes Modell zu setzen. Vielleicht möchtest du dich bei Wassersportaktivitäten filmen oder nimmst deine Drohne mit zum Angeln. Wie dir dieser Ratgeber gezeigt hat, kannst du auf hochwertige Modelle zurückgreifen, die auch im Wasser landen können. Ebenso kannst du aber auch mit einem Silikon-Lack deine Drohne selbst wasserfest machen. Hierzu gehört aber schon etwas mehr Erfahrung.

Quellen & Einzelnachweise:
[1] https://store.dji.com/de/guides/drohnen-im-winter-5-dinge-die-du-wissen-solltest/