Drohnenführerschein: Ab wann braucht man einen?

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In Deutschland gibt es seit dem 7. April 2017 die sogenannte Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten. Du findest in dieser Drohnen-Verordnung die wichtigsten Grundsätze zum Betrieb von kleinen bis größeren Drohnen. Dabei spielt es keine Rolle, ob du diese privat oder gewerblich nutzt. Hier wird auch beschrieben, dass du einen Drohnenführerschein* besitzen musst, wenn du Modelle ab einem Gewicht von mehr als 2 kg fliegen möchtest.

Einen Führerschein, wie bei einem Auto, gibt es jedoch nicht. Dennoch musst du Nachweise vorlegen, wie eine Pilotenlizenz oder eine bestandene Prüfung. Die Stellen, an denen du eine solche Prüfung ablegen kannst, müssen vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannt sein. Für Drohnen gibt es hierfür spezielle Luftsportvereine. Kurzum handelt es sich hierbei um Modellflugvereine, die auch solche Prüfungen anbieten.

Die kosten für einen solchen Drohnenführerschein können unterschiedlich hoch ausfallen. In aller Regel kostet eine Einweisung mit Nachweis um die 25 Euro. Damit du eine Drohne ab 2 kg fliegen kannst, benötigst du letztlich…

  • eine Pilotenlizenz oder
  • einen Prüfungsnachweis bei einer vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannten Stelle, wobei du hier mindestens 16 Jahre alt sein musst oder
  • einen Nachweis über eine Drohnen-Einweisung durch einen Luftsportverein, wobei hier schon ein Alter von mindestens 14 Jahren ausreicht.

Polizei, Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz oder THW benötigen keine Erlaubnis zum Fliegen einer Drohne. Ebenfalls wird diese nicht benötigt, wenn du die Drohne ausschließlich auf dem Modellflugplatz fliegen lassen möchtest.

Die vorgenannte Pilotenlizenz ist die teuerste Lösung und kostet mitunter mehrere tausend Euro. Damit darfst du dann natürlich auch große Flugzeuge fliegen.