Profi Drohne mit Wärmebildkamera: für hochauflösende Wärmebilder

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Drohnen werden zwar vornehmlich zu Hobbyzwecken eingesetzt und liefern tolle Luftbildaufnahmen, sie können aber auch im professionellen Einsatz nützliche Dienste leisten. Hierzu gehört auf jeden Fall eine Drohne mit Wärmebildkamera. In diesem Fall ersetzen Drohnen den teuren Einsatz von Helikoptern oder Flugzeugen. Eine Voraussetzung ist natürlich eine kompakte Infrarotkamera, die unter einem solchen Fluggerät positioniert werden kann. In diesem Ratgeber kannst du dich über den Einsatz von Drohnen mit einer Thermokamera informieren.

Was Du in diesem Artikel erfährst?

  • Wo werden Drohnen mit Wärmebild-Kamera eingesetzt?
  • Welche Leistungsdaten haben diese Drohnen?
  • Was kostet eine Drohne mit Wärmebildkamera?
  • Kann man sich diese Drohnen auch mieten?

Profi Drohnen mit Wärmebildkamera

Zuletzt aktualisiert am 25. Juni 2022 um 4:22 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
Zuletzt aktualisiert am 25. Juni 2022 um 4:04 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Einsatzgebiete von Drohnen mit Wärmebildkamera

Eine Drohne mit Wärmebild unterscheidet sich zunächst nicht von den herkömmlichen Kameradrohnen. Diese Modelle verfügen jedoch über eine hochwertige Infrarotkamera. Am häufigsten werden diese Flugmodelle für…

  • die Wildrettung,
  • die Jagd,
  • Arbeiten der Feuerwehr,
  • von Handwerksbetrieben,
  • für die Installation von Photovoltaikanlagen,
  • die Landwirtschaft,
  • den Sicherheitsdienst

… eingesetzt.

Die Wildrettung

Junge Rehkitze verstecken sich gerne auf dichtbewachsenen Feldern. Wegen ihres Tarnfells lassen sich diese nur schwer erkennen. Landwirte müssen jedoch in regelmäßigen Abständen diese Felder bearbeiten und mähen. Damit die Rehkitze nicht versehentlich von einem Mähdrescher erfasst und getötet werden, kann eine Drohne mit Infrarotkamera die Tiere rechtzeitig erkennen. Aber auch im Wald können mit einer solchen Drohne Tiere aufgespürt werden.

Die Jagd

Jäger sind bei der Jagd auf ein gutes Augenmaß angewiesen. Nicht immer lassen sich die Tiere vom Hochsitz aus gut erkennen. Wer zum Beispiel Wildschweine auffinden möchte, der kann diesbezüglich eine Drohne mit einer Wärmebild-Kamera einsetzen. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob am Tag oder in der Nacht gejagt wird. Die Tiere sind mit einer solchen Nachtsichtkamera deutlich zu erkennen und geben dem Jäger wichtige Informationen über den Aufenthalt sowie die zurückgelegten Wege.

Arbeiten der Feuerwehr

Feuerwehr und vergleichbare Rettungskräfte können mithilfe einer Drohne mit Infrarotkamera im Katastrophenfall zum Beispiel verschüttete Personen und weitere Lebewesen aufspüren. Hierbei kommt es auf eine hohe Qualität der verwendeten Kamera an, um auch in tiefer gelegenen Bereichen die entsprechenden Bilder erfassen zu können.

Handwerksbetriebe

Viele Handwerksbetriebe nutzen Drohnen mit einer Wärmebild-Kamera. Beispielsweise lassen sich auf diese Weise Kältebrücken von Wohngebäuden erfassen. Ebenso können Dachdecker im Vorfeld sich ein Bild über den Zustand eines Hausdaches machen und auch hierbei mögliche Wärme- und Kältebrücken erkennen.

Photovoltaikanlagen

Wärmebildkameras eigenen sich sehr gut, wenn auf dem Hausdach eine Photovoltaikanlage installiert werden soll. Durch die Infraroterfassung lässt sich zum Beispiel die Effizienz einer solchen Anlage überwachen. Mögliche Schwachstellen an den Panels lassen sich schnell erkennen.

Sicherheitsdienst

Sollen zum Beispiel große Industriebereiche überwacht werden, können mit einer Drohne recht schnell Unbefugte auf dem Gelände auch des Nachts erkannt werden. Insoweit dienen diese Fluggeräte der Überwachung und Sicherung von Geländen.

Die Landwirtschaft

Mit einer Drohne mit Infrarotkamera können Felder und Anbauflächen schnell und effizient überwacht werden. Mithilfe der Infrarottechnik lassen sich zum Beispiel kranke und gesunde Pflanzen schnell erkennen. Das Licht im Wellenlängenbereich macht es möglich, Zustand und Wachstum von Pflanzen zu kontrollieren. Hiermit kann der Landwirt auch entscheiden, welche Flächen mit ausreichend Düngemittel versehen sind und wo er nachträglich noch eingreifen muss. Selbst für die Schädlingsbekämpfung lässt sich eine solche Drohne einsetzen. [1]

Drohne in der Landwirtschaft

Wichtige Funktionen & Leistungsdaten für Wärmebild-Drohnen

Eine Wärmebild-Drohne wird den professionellen Drohnenmodellen zugerechnet. Maßgeblich ist eine lange Flugzeit von mindestens 30 Minuten. Für den schnellen Einsatz können durchaus auch faltbare Drohnen, wie zum Beispiel die DJI Mavic 2 Enterprise Advanced* oder die Parrot Anafi Thermal eingesetzt werden. Die verbaute Kamera sollte in jedem Fall eine 4K-Auflösung für normale Aufnahmen besitzen. Weitere nützliche Funktionen sind ein GPS-Modul, eine Return-to-Home-Funktion sowie auch eine Follow-me-Funktion. Idealerweise wird eine solche Drohne per FPV-Brille geflogen. Ansonsten sollte ein guter Monitor, vielleicht ein Tablet verwendet werden. Auf einem Smartphone lassen sich nicht alle Bilddaten in ausreichender Größe sinnvoll darstellen.

Die Flugreichweite sollte mehr als 10 Kilometer betragen. Einige Profi-Modelle kommen sogar auf 30 Kilometer. Die Flughöhe ist ebenfalls entscheidend, wenn aus großer Höhe Felder, Wälder und Industrieanlagen beobachtet werden sollen. Top-Modelle kommen hier auf bis zu 6.000 Meter, wobei hier aber die Bestimmungen über die maximal zulässige Flughöhe beachtet werden sollten. Für verwacklungsfreie Aufnahmen darf ein Gimbal als Kamerahalterung nicht fehlen. Wichtig für den Infrarotbetrieb ist jedoch die eigentliche Wärmemessung über die eingebauten Sensoren. Die meisten arbeiten in einem Bereich zwischen minus 10 Grad Celsius bis plus 400 Grad Celsius. Dieser Bereich reicht vollkommen aus, um die Wärmestrahlung von einem Objekt sichtbar machen zu können.

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Nützliches Zubehör für Profi-Drohnen

Um die Flugreichweite zu verlängern, sollte man sich auf jeden Fall mindestens einen weiteren Flugakku zulegen. Eine solche Wärmebild-Drohne kann sowohl am Tag als auch in der Nacht geflogen werden. Müssen sensible Bereiche überwacht werden, lohnt sich der Einsatz eines zweiten Monitors*. Darüber kann eine weitere Person ebenfalls den zu überwachenden Bereich kontrollieren. Generell werden diese Top-Drohnen mit einer professionellen Fernsteuerung angeboten, bei der sich üblicherweise schon ein Flachbildmonitor mit hoher Auflösung befindet.

Bei Dunkelheit bietet es sich an, wenn die Drohne über einen Such-Scheinwerfer oder generell einen Scheinwerfer verfügt. Dieser eignet sich jedoch nur bei niedrigerer Flughöhe, da ansonsten das Scheinwerferlicht aus großer Höhe zu sehr streut und nichts zu erkennen ist.
Ein Blinklicht ist nützlich, um auch über große Entfernung die Drohne am Himmel erkennen zu können. Zu Überwachungszwecken ist es hilfreich, wenn das Blinklicht sich ausschalten lässt.

Zuletzt aktualisiert am 25. Juni 2022 um 4:21 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Drohne mit Wärmebildkamera nachrüsten

Im Grunde können alle Drohnen mit einer Wärmebildkamera nachgerüstet werden. Hier kommt es auf die Kamera selbst an, die wahlweise am Gimbal ausgetauscht werden kann. Beispielsweise können die DJI Mavic Drohnen auch nachträglich mit einer Wärmebildkamera versehen werden. Selbst die DJI Mini 2* kann mit einer solchen Kamera nachgerüstet werden. Parrot Anafi bietet dagegen gleich ein fertiges Modell mit Infrarotkamera an. Yuneec bietet mit dem Modell Typhoon H* einen Hexacopter an, der mit einer Wärmebildkamera ausgestattet werden kann.

Soll eine Drohne nachträglich mit einer Wärmebildkamera ausgerüstet werden, kommt es auf das Kameramodell an. Die Thermalbildkamera FLIR ONE PRO* wird aktuell für € 433,66 angeboten. Das Top-Modell Yuneec CGO ET* wird dagegen für € 1.999,01 angeboten. Dafür sind die Qualität und die Erfassungsempfindlichkeit umso höher.


Drohne mit Wärmebildkamera mieten

Nicht immer benötigt man eine Wärmebild-Drohne. Da bietet es sich an, eine solche Infrarot-Drohne zu mieten. Damit lassen sich zumindest die hohen Anschaffungskosten vermeiden. Wer im Jahr nur ein- oder zweimal einen Infrarotflug benötigt, der kann sich etliche tausend Euro sparen. Durchschnittlich fallen zum Beispiel für die DJI Mavic 2 Enterprise mit Wärmebildkamera knapp 145 Euro im Monat an.

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Häufige Fragen & Antworten

Was kostet eine Drohne mit Wärmebildkamera?

Diese Drohnen unterscheiden sich preislich deutlich von den herkömmlichen Kameradrohnen. Hier reicht eine Kamera mit hoher 4K-Bildauflösung keinesfalls aus. Die Bandbreite reicht in etwa von 2.800 bis 6.000 €, je nach Ausstattung. Zu den Top-Herstellern gehört auch hier der chinesische Drohnenproduzent DJI, wobei hierbei häufig die DJI Mavic 2 Enterprise Advanced* eingesetzt wird.

Was wiegt eine Drohne mit Wärmebild-Kamera?

Gerade beim Drohnenflug kommt es immer auf das Abfluggewicht an. Daran orientiert sich, ob ein kleiner oder großer Drohnenführerschein* erforderlich ist. Die meisten Modelle liegen zwischen 800 und 1.000 g. Ab 250 g ist der kleine Drohnenführerschein erforderlich. Ab einem Abfluggewicht von 2.000 g ist der große Drohnenführerschein notwendig.

Fazit zu Drohnen mit Wärmebildkamera

Eine besondere Kategorie stellen Drohnen mit einer Wärmebild-Kamera dar. Für den Hobbypiloten sind diese Modelle weniger geeignet. In erster Linie dienen Infrarot-Drohnen verschiedenen Überwachungsaufgaben, bei der die abgegebene Wärme eines Objektes erfasst werden kann. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass es sich hier zwar meist um bekannte Drohnenmodelle handelt, die jedoch separat mit einer Infrarotkamera ausgestattet sind. Hierbei können dann schon einmal Anschaffungskosten von mehr als 2.000 Euro zusammenkommen. Stattdessen lohnt sich vielleicht das Anmieten einer solchen Drohne, wenn diese nur wenig benötigt wird.

Quellen & Einzelnachweise:
[1] https://www.airclip.de/Forst-und-Landwirtschaft