Hexacopter Drohne: Vorteile & Nachteile + Empfehlungen

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Zu den besonderen Drohnen gehören die sogenannten Hexacopter. Hierbei handelt es sich um Modelle, die mit 6 Rotoren bzw. Propellern ausgerüstet sind. Eine Hexacopter Drohne ist wesentlich größer als die herkömmlichen Quadrocopter. Sie werden meist von professionellen Drohnenpiloten geflogen, da die Handhabung etwas gewöhnungsbedürftig ist. Ich möchte dir in diesem Ratgeber kurz die Vorzüge von Hexacoptern näherbringen. Vielleicht hast du ja Interesse an einem solchen Flugmodell.

Was Du in diesem Artikel erfährst?

  • Was ein Hexacopter überhaupt ist
  • Wie ein Hexacopter selbst zusammengebaut werden kann
  • Was der Unterschied zum Octocopter bzw. Quadrocopter ist
  • Wo diese Hexacopter eingesetzt werden

Hexacopter Empfehlungen

Zuletzt aktualisiert am 25. Juni 2022 um 4:22 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
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Was ist ein Hexacopter?

Wie eingangs erwähnt, unterscheidet sich eine Hexacopter Drohne dadurch, dass sie mit 6 Rotoren ausgestattet ist. Die griechische Bezeichnung Hexa steht in diesem Fall für Sechs. Insgesamt ist diese Drohne damit auch wesentlich größer und schwerer, sodass du für den Betrieb entweder einen kleinen oder großen Drohnenführerschein* benötigst. Hochwertige Modelle kommen locker auf mehr als 1 kg Abfluggewicht. Dafür können diese Drohnen auch höhere Lasten transportieren und halten sich in der Luft wesentlich stabiler. Sie sind somit weniger wind- und wetteranfällig als herkömmliche Quadrocopter. Bei einem Hexacopter findest du zwei verschiedene Bauformen:

  • die X-Form und
  • die X-Form Ausleger in Flugrichtung

Bei der reinen X-Form findest du auf der linken und rechten Seite jeweils einen Ausleger, sodass du insgesamt auf 6 Rotoren kommst. Bei der zweiten Variante handelt es sich zwar ebenfalls um die X-Grundform, jedoch gibt es hier einen Ausleger in Flugrichtung. Ein großer Vorteil ist, dass durch die 6 Rotoren durchaus ein Motor während des Fluges ausfallen darf. In diesem Fall kann dein Hexacopter immer noch sicher landen. Möglich macht dies eine ausgefeilte Steuerelektronik für die einzelnen Motoren.


Hexacopter selber bauen: Was wird benötigt?

Die meisten Hexacopter werden als Bausatz angeboten. Es gibt zwar auch hier RTF-Modelle, wie zum Beispiel die Yuneec Typhoon H Plus* oder Typhoon H3*, aber diese Drohnen können schnell die Preisgrenze über 1.000 € und mehr springen. Neben vorgefertigten Bausätzen kannst du dir aber auch deinen Hexacopter mit individuellen Bauteilen und Feinarbeit selber zusammenbauen. Hierzu gehört jedoch ein Haufen Erfahrung. Die Grundlage bildet immer der Rahmen bzw. Frame*. Diesen gibt es schon fertig mit einer entsprechenden Platine günstig zu kaufen. Die Kosten liegen hier zwischen 30 und 50 Euro. Anfänger sollten sich lieber gleich zwei Frames kaufen, da man auf diese Weise einen als Ersatz zur Hand hat. Neben dem Frame werden noch folgende Komponenten benötigt:

Zunächst geht es um den Flight Controller. Hier kann der LibrePilot für Einsteiger empfohlen werden. Damit ist dein Hexacopter mit allen wichtigen Sensoren ausgestattet, wie zum Beispiel Balancing und Steuerung. Leider unterstützt LibrePilot kein GPS. Wer GPS nutzen oder Telemetriedaten übertragen möchte, der sollte zum Flight Controller Naze 32* greifen. Anzumerken ist, dass der Naze Flight Controller erst mit einer entsprechenden Firmware versehen werden muss, eher dieser deinen Hexacopter steuern kann. Dies geschieht über die Cleanflight Software vom PC aus, wobei der Flight Controller hier per USB verbunden ist.

Wenn du die sechs Ausleger mit den Motoren und Propellern bestückt hast, darfst du den ESC bzw. Electronic Speed Controller* nicht vergessen. Dieser wird am Naze-Board eingesteckt, da der Flight Controller verständlicherweise auch die Geschwindigkeit deiner Drohne steuert. Beim Selbstbau musst du hier zahlreiche Kabel entsprechend mit der Mittelplatine am Frame verlöten. Wie bei allen Drohnen benötigst du eine Stromversorgung. Jeder einzelne ESC muss mit Strom versorgt werden. Daher eignet sich eine Stromverteilerplatine hierfür am besten. Diese Platine kostet rund 7 Euro. Bevor die Rotoren richtig laufen, müssen die ESC zueinander kalibriert werden. In aller Regel wird jeder Motor bzw. ESC separat kalibriert. Im Internet findest du ausführliche Anleitungen hierzu.

Der Naze 32 Flight Controller unterstützt eine Vielzahl an Fernsteuerungen. Am besten suchst du dir eine 6 Kanal Fernsteuerung* mit der Fernsteuerungstechnik PPM aus. Auf diese Weise kann die digitale Fernsteuerung sämtliche Steuerbefehle nur über eine einzelne Leitung versenden. Damit du deinen Hexacopter steuern kannst, benötigt der Flight Controller noch über einen Empfänger. Dieser wird als Steckbaustein für den Flight Controller angeboten.

Hexacopter-mit-Kamera

Für eine Videoübertragung wird natürlich eine FPV-Kamera benötigt. Achte hier auf eine hohe Bildqualität und bestenfalls eine 4K-Auflösung. Neben der Kamera benötigt deine Drohne noch einen Sender, der das 5,8 Ghz-Netz nutzt. Die Sendeleistung sollte 25 mW nicht überschreiten. Zu beachten ist, dass die Kamera und das Sendemodul über 12 Volt betrieben werden. Abschließend solltest du dich noch um passende Lithium-Polymer-Akkus, kurz LiPos* sowie ein passendes Ladegerät* kümmern. Nach dem Aufladen der Akkus kannst du dich um deinen ersten Testflug kümmern.


Hexacopter vs. Octocopter vs. Quadcopter: Vergleich

Den meisten ist die normale Drohne als Quadcopter oder Quadrocopter ein Begriff. Es gibt aber noch weitere Modellvarianten. Ich möchte hier stichwortartig die wichtigsten Unterschiede kurz aufführen.

QuadcopterHexacopterOctocopter
Bauweise– 4 Motoren und 4 Propeller
– X- oder +-Form
– meist mit Kamera ausgestattet
– 6 Motoren und 6 Propeller
– X-Form, teilweise +-Form mit Ausleger nach vorne
– wird häufig als Bausatz angeboten
– 8 Motoren und 8 Propeller
– X8- oder V-Form
– fast nur als Bausatz erhältlich
Vorteile– kompakte Bauweise
– schon preisgünstig erhältlich
– stabile Fluglage
– bleibt auch in der Luft bei Ausfall eines Rotors
– höhere Traglast auch für schwere Kameras
– können Güter, Kameras u.v.m. transportieren
– kein Absturz, wenn mehrere Rotoren ausfallen
– sehr stabile Fluglage
Nachteile– zum Teil windanfällig– relativ teuer
– größer als Quadcopter
– recht teuer
Einsatzgebiet– wird meist für Hobby und Freizeit verwendet
– beliebt bei Fotografen
– gibt es auch als Renndrohne
– ideal für hochwertige Luftbildaufnahmen– meist nur Profi-Einsatz
– ideal für schwere Traglasten

Fazit zu Hexacoptern

Ein Hexacopter ist eine praktische Weiterentwicklung des Quadrocopters. Neben einer besseren und stabileren Fluglage kannst du hiermit auch recht schwere Kameras transportieren. Bei einem Hexacopter darf ruhig ein Motor schon einmal ausfallen. Das Flugmodell stürzt dabei nicht ab. Wegen des höheren Gewichts ist nicht nur eine Registrierungspflicht erforderlich, sondern auch ein Drohnenführerschein. Teilweise benötigst du sogar den großen EU-Führerschein.