ADS-B: Was ist das?

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Hinter der Abkürzung ADS-B steht die Bezeichnung für Automatic Dependent Surveillance – Broadcast. Dies kann mit automatischer, bordabhängiger Überwachung bezeichnet werden. Hierbei handelt es sich um eine Luftraum-Überwachungstechnik, mit denen die von Flugzeugen gesendeten Daten verarbeitet werden. In aller Regel bestimmen Luftfahrzeuge per GPS oder über EGNOS von selbst ihre Position. Bei großen Flugzeugen werden beispielsweise die Positionsdaten, der Flugzeugtyp, die Flughöhe, die Geschwindigkeit, die Flugnummer, die geplante Flugrichtung und das Zeitsignal übermittelt. Im Sekundentakt werden diese Daten über die Frequenz 1090 MHz gesendet.

Das Senden dieser Daten vom Flugzeug wird als ADS-B out bezeichnet, das Empfangen als ADS-B in. Der Empfang wird mithilfe eines ADS-B Receivers ermöglicht. Vorteilhaft ist, dass ADS-B

  • geringere Kosten verursacht als eine Radarüberwachung,
  • ADS-B in vielen modernen Flugzeugen Standard ist,
  • seit 2020 in den Vereinigten Staaten ADS-B verpflichtend für die Verkehrsteilnehmer ist und
  • zur höheren Sicherheit beiträgt und mögliche Kollisionen vermieden werden können.

Dieses System wird beispielsweise in Australien und Alaska eingesetzt, da hier eine normale Radarüberwachung aufgrund der großen Entfernungen flächendeckend nicht möglich wäre. ADS-B gibt es erst seit 2006.

Ein ADS-B Receiver empfängt die Daten des Flugzeugtransponders. Jedoch ist dies im 1090 MHz-Band nur dann möglich, wenn der Empfang durch andere Signale nicht gestört ist. Es wird ein freies Sichtfeld benötigt. Die Empfangsstationen errichten daher auf dem Dach die Empfangsantennen. Für den Betrieb werden neben der Antenne für 1090 MHz noch der Receiver, ein Decoder und ein PC mit entsprechender Software für die Datenanzeige benötigt.

Über das Internet kannst du einen ADS-B Receiver mit USB-Anschluss bekommen. Sehr beliebt ist das Modell GNS 5890, welches das kleinste seiner Art ist. Diese Receiver kosten durchschnittlich zwischen 25 und 30 Euro.

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